New Years Cup Budapest 2016

10.01.2016 19:42

Wie auch in den vergangen Jahren nahmen auch dieses Jahr die Graz Gladiators am New Years Cup in Budapest teil. Mit der Unterstützung von Patrick Falb, Maximilian Salzbrunn, Emil Landgrebe und Benedikt Buxbaum von den Vienna Monarchs und Richard Bos, dem Trainer der polnischen Damennationalmannschaft, freute man sich auf das alljährliche Spektakel. Doch auch einige Grazer Damen haben sich dem österreichischen A-Team angeschlossen um ihren den Titel vom Vorjahr zu verteidigen.

Fr, 08.01
Die Vorfreude war groß auf die ersten Spiele im neuen Jahr. In der Gruppenphase trafen die Herren auf SIS Storm aus Prag und auf Tatranské Halušky aus der Slowakei, die später auch im Finale aufeinander trafen. Keine leichte Gruppe für die Gladiators!

Im ersten Spiel gegen SIS Storm musste die Mannschaft erst zu sich finden, geriet auch schnell in Rückstand und lag zur Halbzeit mit 7:0 zurück. In der zweiten Halbzweit lief es bei weitem besser für Graz und man wurde gefährlicher vor dem Tor der Tschechen, jedoch wurden alle Bemühungen nicht belohnt. Durch schnelle Kontertore konnte SIS Storm noch einen drauflegen und erhöhte auf den Endstand von 11:0.

Das zweite Spiel gegen Tatranské Halušky fing hingegen um einiges besser an, und man führte nach kurzer Zeit sogar 2:1 durch zwei Tore von Spielertrainer Gruber. Jedoch reizte dies die Slowaken sehr und das Spiel nahm an Härte und Geschwindigkeit zu. Infolge dessen konnte Graz dem späteren Turniersieger nicht mehr Paroli bieten und man verlor schlussendlich doch 16:2. Hierbei sei die Präzision der Slowaken zu loben, da jeder Schuss einen Torerfolg nach sich zog. Somit beendete man die Gruppe als Letzter.

Nach einigen Verwirrungen durch die Turnierleitung, hieß der nächste Gegner der Grazer „Showstoppers“, ein Mix-Team aus Deutschland und England.
Zunächst war die Partie von den Missverständnissen beeinflusst, bis nach langer Zeit das erste Tor auf Seiten der Showstoppers fiel. In einer hartgeführten Partie, mit Chancen auf beiden Seiten hieß der Pausenstand 4:0. Erneut ein Rückstand zur Pause für die Gladiators. Doch man bewies Kampfgeist und fand schnell wieder den Anschluss durch einen schnellen Treffer von Gruber. Man konnte den Aufwind im ganzen Team spüren und so übernahm man die Kontrolle im Spiel. Durch Tore von Buchauer und Havinga wurde ordentlich Druck auf den Gegner ausgeübt. Zwar kamen sie noch zu der ein oder anderen Chance, jedoch beeinflusste nur Graz das Spielgeschehen der zweiten Hälfte. Ein weiterer Treffer durch Gruber sorgte für den Ausgleich und konnte wenige Sekunden vor Schluss mit dem letzten Schuss fast noch ein Sieg erzielen. Endstand 4:4.

Sa, 09.01
Heute waren sowohl die Herren als auch die Damen im Einsatz. Für die Herren begann der Tag schon sehr früh gegen das schweizer Team Toblerone Lacrosse. Gezeichnet vom Vortag mussten die Grazer auf bereits einige verletzte Spieler verzichten. Somit keine leichte Aufgabe! Das Spiel befand sich auf Augenhöhe und war lange Zeit spannend. Zwei Tore durch Gruber hielten die Gladiators gut im Spiel. Doch dann war Fortuna auf der Seite der Schweizer. Während bei den unglücklichen Grazern nahezu kein Ball den Weg ins Tor fand, hatten die Schweizer mit weniger Schüssen und mehr Torerfolgen das Glück und konnten somit 13:2 gewinnen. Ein Spielstand der dem Spiel in keinster Weise gerecht wird!

Im darauffolgenden Spiel der Damen war das A-Team im Einsatz gegen das ungarische Nationalteam. Beide Teams tasteten sich Vorsichtig aneinander heran, bis die Ungarn das erste Tor erzielten. Nach einem langen hin und her konnten sich die österreichischen Damen souverän durchsetzen und konnten ihre Qualität unter Beweis stellen. Die Grazer Damen trugen vor allem durch ihre Torerfolge  zum 8:3 Endstand bei.

Im zweiten Spiel der Damen hieß der Gegner Polen. Auch wenn die Polinnen ein besseres auftreten hatten als zuvor die Ungarinnen, war Österreich hier doch klar die bessere Mannschaft. Die Nationalteamfrischlinge stellten in der Partie ihr Können unter Beweis und  werden heiße Anwärterinnen auf den Nationalteamkader für die Weltmeisterschaft 2017 sein.  Die Damen gewannen schließlich ungefährdet mit 7:3

Noch am selben Tag feierten sowohl die Herren, die am Sonntag keine offene Partie mehr hatten und sich den siebenten Platz sicherten, als auch die Damen ein bis dahin erfolgreiches und attraktives Turnier.

So, 10.01
Während die Herren bereits am Heimweg waren, hatten die Damen nochmals Spiele gegen Ungarn und Polen. Trotz einer langen Nacht konnt das A-Team die Siege vom Vortag wiederholen und gewann im Endeffekt erneut gegen Polen mit 5:2 und gegen Ungarn mit 7:3. Somit sicherte sich das A-Team, mit starker Grazer Beteiligung, das Turnier.

Alles in Allem war das Turnier wieder ein hervorragender Start ins neue Lacrossejahr, sowohl für die Damen als auch für die Herren. Die Damen, mit vielen jungen Spielerinnen von hohem Potential, konnten ihren Titel verteidigen.
Die Herren haben in gezeigt, dass sie zwar mit Herz spielen, jedoch nicht immer die glücklichste Mannschaft sind.
Nach dem Turnier gibt es nur mehr eines zu sagen:
„Budapest New Years Cup 2017, wir kommen“

André Sucher