Budapest NYC 2015

12.01.2015 00:00

Das erste Turnier des Jahres bestritten wir auch dieses Jahr in Budapest. Es ist wie immer eine super Gelegenheit nach der längeren Winter-/Weihnachts-/Neujahrspause die gewonnene Schwungmasse zum Schmelzen und unsere jüngeren Spieler näher ans Spiel, auch außerhalb von Trainingssituationen zu bringen. 

Freitags ging´s also los. Es schien im ersten Spiel, gegen Tribesmen Erlangen, noch die Trägheit und Besinnlichkeit der Weihnachtszeit in so manchem zu stecken und so haben wir doch ordentlich an Prügeln kassiert. Nach der ersten Halbzeit hat das Adrenalin wieder gepumpt, die Mannschaft fand besser zusammen und wir konnten uns fair aber meistens gerecht für das eine und andere revanchieren. Soviel zur Abwehrleistung. In der Offense haben wir jedoch kaum ein Tor herausgespielt und uns viel zu sehr auf unsere starken Einzelspieler verlassen. Schüsse von außen keine Seltenheit, meist aus einer Verzweiflung und einer unsauberen Aktion, nur eben mit der Chance da auch der Tormann nicht der routinierteste Spieler war, ging unser Vorgehen aber sehr wohl auf. 

 

Schon im zweiten Spiel aber war klar, dass die starke und eigentlich überflüssige Laufleistung im ersten Match uns doch einiges an Kraft gekostet hat. Was dann doch aber unglaublich gut funktioniert hat war unter anderem das Zusammenspiel an den Groundballs und dass wir unsere Leute die in Bedrängnis gerieten nicht sich selbst überlassen haben - zumindest weniger als im ersten Match ;). Das war gegen die sehr körperbetont spielende gegnerische Mannschaft aus Belgrad fast überlebensnotwendig. Selbst einer unserer routiniertesten Spieler der Mannschaft, Klaus Hauer, hat lieber mit dem Longstick in der Defense unsere Defense ver(stärkt)wirrt. Bis er dann aus einem Fastbreak heraus ein Tor schießt, und einen Stickcheckcall auf seinen Longpole kassiert (!!!!). Leider war der nicht ganz legal und so wurde das Tor aberkannt und Klaus musste nach Reglement den Schläger wechseln. Hätte der Trainer der Belgrad Zombies gewusst was Klaus mit einem Shortstick in der Hand alles anstellen kann, hätte er sich den Stickcheckcall sehr wahrscheinlich zweimal überlegt.

Zum Dritten und letzten Match am ersten Tag ist zu sagen, dass die Lernkurve nicht abgeflacht ist. Es war ein Teamspiel wie man es  sich wünscht, die Schüsse wurden fast alle gebackt, der Ball war mehr in der Luft als unsere Füße und es war im Großen und Ganzen doch schon fast etwas verwunderlich aber großartig, dass wir so schnell zueinander gefunden und auch die sinnlosen und kraftraubenden Einzelaktionen fast aus blieben. Somit konnten wir auch dieses Match, gegen die Graz Gladiators für uns entscheiden.

Am zweiten Tag des Turniers, ging es dann gegen das Schweizer Turnierteam, die Toblerone Lacrosser. Ein hartes aber faires Lacrossespiel, eines das man gerne spielt. Wir konnten mit viel Teamgeist auch dieses Match für uns entscheiden, es schien, als wären wir wirklich zusammen gewachsen. Dass von einem chaotischen ersten Match an, der Zusammenhalt so extrem steigt, kann man sich nur für jedes Turnier und Match wünschen. 

In der darauf folgenden Skill Competition wurden wir von 3 Spielern in den Kategorien Freestyle, Fastest Shot und Accuracy vertreten.

Durch einen Bestechungsskandal im Freestyle Wettbewerb hatte unser Adrian das Nachsehen gegenüber den Schweizern. In der Fastest Shot Competition wurde Cédric nur mit Hilfe eines Longsticks und das auch nur um 3 km/h mit 148 km/h überboten. Einzig Sallet konnte mit seiner Treff(un)sicherheit und Schnelligkeit überzeugen und gewann zu Recht die Accuracy Competition.

Am Sonntag spielten wir in der Früh noch einmal souverän gegen die Gastgeber und konnten wir im Finale- trotz einiger Rückfälle und auch unzähligen vergebenen Chancen (durch unsere Schwäche fürs Einzelspiel) doch noch als Mannschaft mit gebündelten Kräften gegen die starken Bratislava Tricksters gewinnen.

Alles in allem kann man wohl sagen, dass das ein sehr wichtiges erstes Turnier für die Monarchs war - vor allem darum weil es uns schon vor dem Beginn unserer eigentlichen regulären Saison näher zusammengebracht hat und das nicht nur in den Spielpausen in der eisigen Halle. 

Es hat auch gezeigt, wie stark sich manche Einzelspieler entwickelt haben-unter anderem unser Face Off Guy, Stefan Marschall der gefühlte 90% der Face Offs für sich entscheiden konnte. 

Was auch hervorzuheben ist, ist die starke Leistung der Defense die uns im ganzen Turnier über, über so manche kritische Phase im Spiel gehalten hat. Danke Jungs, ihr seid der Wahnsinn!

In diesem Sinne bleibt zu hoffen, dass wir weiterhin so kämpferisch und miteinander die kommende Saison, Turniere und vor allem Ligaspiele bestreiten.